Reifentest: Mitas Winter Friction
Endlich ist er da: ein richtiger Winterreifen  !

 
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"Egal wie gut der Fahrer ist, der Reifen bestimmt ob man im Schnee wo raufkommt, oder nicht!"

MITAS C-08 WF (hinten)
 

"Was is des? A Winterreifen für's Motorradl? Mein Moped is eh schon seit Oktober in da Garasch. Wofür soll denn der gut sein?" spricht der Schönwetterfahrer und wendet sich ab.
Alle Gleichgesinnten können hier zu lesen aufhören!

All jene, die auch unter 15°C noch Motocross oder Endurofahren, sei gesagt:
Endlich ist er da!
Ein echter, richtiger, spezieller Winter-Reifen von Mitas: der MITAS Winter Friction

"Hätt ich den damals bei den Rimato-Cup Schneerennen schon gehabt, dann hätt ich vielleicht endlich mal die Top3 knacken können."

Beim montieren wird schon einiges klar: Der Reifen ist so weich, dass er in der wohl-temperierten Garage schon fast schmilzt.
Das Profil ist vom bereits bekannten Mitas C-08 (C27) übernommen, aber in einer äußerst weichen Gummi-Mischung ausgeführt
worden. Erkennbar ist der Winter Friction aber durch die Bezeichnung WF hinter dem C-08 bzw. dem "eingebauten" weißen Streifen (siehe Bild).

So wie der Hinterreifen hat auch der Vorderreifen in den Stollen kleine Löcher. Das ist nicht um noch zusätzlich Spikes einbauen zu können, sondern um die Stollen etwas flexibler zu machen und um sich noch besser auf den Untergrund anzupassen zu können.

Schon beim wegfahren auf Asphalt merkt man die weiche Gummi-Mischung durch unerwartet viel Grip.
Wenn's auf gefrorenen Untergrund bzw. Eis & Schnee geht, wird der Unterschied aber erst richtig deutlich.

 

1. Versuch: Christian

2. Versuch: Gerhard

3. Versuch: Tom

4. Versuch: Pat

An einem wunderschönen Sonntag-Vormittag wollten wir herausfinden wer der wahre "Schneekönig" ist.
Ich rüstete meine KTM 450 SX mit einer Garnitur MITAS Winter Friction aus, wärend meine Kollegen ihren normalen Cross-Reifen (von "nagel-neu" bis "eher fertig-gefahren") montiert hatten. Zwei von Ihnen waren zeitweise sogar auf Schneeketten unterwegs!

Wir tobten uns in einer riesigen Schottergrube auf verschneiten Auffahrten, Eisplatten, 50 cm tiefem Schnee und vom Wind freigelegtem stein-hartem Boden aus.

Wir wollten es natürlich gleich wissen und nahmen uns eine ca. 12m lange Steilauffahrt vor:
-Zuerst die XT mit Schneeketten und halb-gutem Reifen: leider gescheitert

-Dann die XR mit dem neuen Dunlop D752: weit rauf, aber nicht ganz

-Als dritter mein alter Enduro-ÖM Kollege Hruska Thomas (also auch kein Nasenbohrer) mit dem eher fertigen Reifen: erstaunlicher Weise scheiterte auch er

-Und dann der große Moment: Der Winter Friction in Aktion ... und .... GESCHAFFT!
Ganz einfach nach oben gefahren!

Ok. Das kann ja jetzt noch Glück oder Zufall, oder das Können des Fahrers sein ... ;-)
Nach mehreren Versuchen war dann später eh jeder ganz oben. Aber das kostet natürlich irgendwann schon einiges an Kraft, wenn man dauernd das Motorrad am Hang aufheben, wenden und wieder runterfahren muss.
Und im Rennen laufen unweigerlich die Sekunden und Minuten davon ...

Dann ging's zu einer verschneiten, ca. 50m langen und etwas leichter ansteigenden Auffahrt.
Hier war es am Deutlichsten zu sehen, dass der Mitas etwas Besonderes war.
Wärend sich die Kollegen am Hang abmühten schob der Winter Friction die 4-Takt KTM unablässig den Hang hinauf. Die letzten Meter sogar mit so viel Grip, dass - und ich lüg jetzt nicht - sogar das Vorderrad hoch kam!

Tom (20. beim Erzberg-HareScramble) verbrachte auf dem Hang ca. 20 Minuten! Daran ist zu erkennen, dass - egal wie gut der Fahrer ist - der Reifen bestimmt ob man im Schnee wo raufkommt, oder nicht!

Zum Schluß spielten wir mit viel Speed im tiefen flauschigen Tiefschnee. Hier war bei voller Fahrt kaum ein Unterschied zwischen den Reifentypen erkennbar.
Doch wenn man zum Stehen kam und wieder losfahren wollte (wobei sich das Hinterrad bis zum Boden durchschaufelt und dann auf Eis oder gefrorener Erde "ansteht" bzw. durchdreht) zeigten sich sofort wieder die Vorteile des weichen WF.

 

Abschließend lässt sich daher folgendes sagen:
-Der MITAS Winter Friction ist auf Eis und gefrorener Erde deutlich überlegen. Die weichen Stoppeln finden sogar hier genügend Grip um vorwärts zu kommen.
-Im absolut tiefen Schnee ist er gleich gut wie jeder andere Reifen. Ev. wäre der MITAS "Schaufelrad" C-04 für reine Tiefschnee-Rennen überlegenswert.
-Durch die super-weiche Gummi-Mischung hat der Reifen auch Grip, wenn der Schnee mal ausgehen sollte und auf steinigem Untergrund gefahren wird
-Dank der eher schlanken Stoppeln lässt sich der WF aber sogar auch in tiefem Boden gut fahren, da er sich leicht selbst-reinigt (vom Gatsch frei-fährt)

Wenn Ihr also vor habt bei einem der bevorstehenden Schnee-Rennen teilzunehmen, solltet Ihr Euch unbedingt einen neuen Hinterreifen leisten.
Und wenn Ihr Chancen auf einen Platz ganz vorne haben wollt, sollte es besser der MITAS Winter Friction sein!

Viel Spaß im Schnee oder viel Erfolg bei Euren Schneerennen!

Ciao, Patrik.

 

Bericht: Patrik Schuster 

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